Brighton – das „London by the Sea“
Thursday, 9th April 2009
Englands Süden ist mit eine der schönsten Gegenden in ganz Großbritannien. Nicht umsonst zog es einst die britische High Society an die Südküste, um hier ihren Urlaub zu verbringen. Als „London by the Sea“ war Brighton lange Zeit eine Anlaufstelle für alle, die was auf sich hielten.
Tatsächlich hat Brighton einen einmaligen Charme. Trotz der etwa 155 000 Einwohner fühlt es sich eher so an, als wäre man in einer Kleinstadt gelandet. Ein Grund dafür sind die schmalen Gassen, die Lanes und die North Laines, die noch aus den Zeiten stammen, als Brighton ein kleines Fischerdorf war. Hinter jeder Ecke entdeckt man etwas Neues und selbst wenn man schon eine längere Zeit hier ist, findet man immer etwas, das man noch nicht kennt.
In den North Laines tummeln sich besoders am Wochenende Hunderte von Menschen. Am Straßenrand stehen unzählige Trödelstände und die Cafés stellen bei schönem Wetter ihre Stühle auf die Straße. Die Atmosphäre hier gleicht einem riesigen Flohmarkt, nicht zuletzt wegen der vielen Secondhandläden, die zum Stöbern und Bummeln einladen.
Die Lanes bestehen aus vielen verwinkelten und engen Gassen, die unmittelbar an die Strandpromenade angrenzen. Hier lebten einst die Fischer und eben dieser Charme ist immer noch zu spüren, wenn man durch die Lanes streift. Wer ganz mutig ist, kann beim sogenannten Ghost Walk teilnehmen. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine Tour durch die Lanes, bei der ein im viktorianischen Stil gekleideter Mann Gruselgeschichten über das einst düstere Viertel erzählt. Und wer hätte gedacht, dass Jack The Ripper himself einst in Brighton sein Unwesen getrieben haben soll?
Neben den vielen Pubs, wie zum Beispiel „The Cricketers“, dem ältesten Pub in ganz Brighton, gibt es zahlreiche trendige Bars und sogar einen Club, der in einer ehemaligen Kirche aufgemacht wurde. Wer noch nie zuvor in England war, wird sich das ein oder andere Mal vielleicht über die Einrichtung der Pubs wundern. Man fühlt sich oft eher wie von Oma zu Kaffee und Kuchen eingeladen als in einer Kneipe zu sein. Teppichboden, mit ungewöhnlichen Mustern, Stofftapeten in schweren Farben, Couchgarnituren und Kronleuchter sind kein seltenes Bild.
Wer auf Nervenkitzel aus ist, der kann sich auf der Ganzjahreskirmes auf dem Brighton Pier vergnügen. Zwei Achterbahnen, eine Wildwasserbahn, eine Geisterbahn und zahlreiche andere Fahrgeschäfte und kleine Buden, an denen man die typischen Attraktionen wie Entenangeln und Dosenwerfen spielen kann, laden zum Spaßhaben ein. Bei einer Tüte Fish and Chips oder einer Zuckerwatte kann man sich anschließend einen Liegestuhl schnappen, sich an die Reling setzen und auf’s Meer hinausblicken.
Brighton ist eine ungewöhnliche Mischung aus alt und neu. Egal, ob man teuren Schmuck und Restaurants der gehobenen Klasse bevorzugt oder lieber auf Trödelmärkten stöbert und man mit einem Bagel zum Mitnehmen zufrieden ist, man muss sich einfach wohlfühlen und die Nähe zum Meer und die wunderschöne Promenade tun ihr übriges.
Tags: england, brighton, london, english
Posted by Wiebke 2009-04 under Experience Cultures,
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